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Tageslosung

21. Sonntag nach Trinitatis
Ich pries die Freude, dass der Mensch nichts Besseres hat unter der Sonne, als zu essen und zu trinken und fröhlich zu sein. Das bleibt ihm bei seinem Mühen sein Leben lang, das Gott ihm gibt unter der Sonne.
Alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, was mit Danksagung empfangen wird.

 

 

Ausstellung zur Hanauer Union eröffnet
Hein: „Eine typisch hanauerisch-tolerante Entwicklung“
Text und Bilder: Jens Heller
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Hanau. Der Bischof der Landeskirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, eröffnete am Dienstag (22.Mai) die Ausstellung zur Hanauer Union in der neuen Alten Johanneskirche. Auf zehn sog. Roll-Up Bannern werden zentrale Stationen und Einsichten der Hanauer Union präsentiert. Hein hob die Bedeutung der Union hervor, denn Konfessionen seien kulturbildend und wirken so bis heute in die Gesellschaft hinein.

Die Ausstellung erlaube verschiedene Blickwinkel auf das Geschehen vor rund 200 Jahren und das rege an, „tiefer zu graben und zu bohren“.
Der Kulturbeauftragte der Stadt Hanau, Martin Hoppe, führte aus, dass diese Ausstellung Kultur für alle bringe. Fakten müssten immer wieder neu erzählt werden, weshalb die Stadt sich gerne daran beteilige und die Ausstellung auch im Stadtladen präsentieren werde. Für die Ausstellung verantwortlich ist der Historiker Erhard Bus. Er ergänzte, dass die Kunst einer solchen Ausstellung in der Reduktion liege. Eine Besonderheit der Hanauer Union war, dass sie nicht von oben verordnet wurde, sondern sich „von unten“, also aus synodalen Prozessen heraus entwickelte. In der Ausstellung sieht man auch die erste Auflage des gemeinsamen Katechismus aus dem Jahre 1907. Luthers kleiner Katechismus und der Heidelberger Katechismus wurden dazu in einem gemeinsamen Band herausgegeben. Das brachte der Hanauer Union den despektierlichen Beinamen einer „Buchbinderunion“ ein, womit sie aber unterschätzt worden sei. Die Ausstellung wird noch eine Zeit in der neuen Alten Johanneskirche zu sehen sein, bevor sie in die Marienkirche wandert und von dort in den Stadtladen am Neustädter Markt, wo sie bis zum Unionsfest am 16. September zu sehen ist.